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        <title>Kalenderblatt 8. November</title>
        <description> Allgemeine Infos zu den Kalenderbildern gibt es &amp;gt;&amp;gt;&amp;gt; hier &amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;



Heute vor 42 Jahren, am 8. November 1981, war ich aufgebrochen, um mich samt Begleitung im Raum Trier umzusehen. Gerüchte besagten, dass im dortigen ehemaligen Dampflok-Ausbesserungswerk eine stattliche Anzahl 220er verschrottet werden sollten, die nun im Bahnhof Erdorf (damals noch ohne &amp;quot;Bitburg&amp;quot;) und im Bw Ehrang herumstehen sollten. Die Fotos von jenem Tag haben fast alle eine Gemeinsamkeit - sie wurden von der Schattenseite aufgenommen 

Es war eisig kalt, als wir in Erdorf aus dem Zug stiegen. Hier standen auf einem Nebengleis in einer Reihe (von links nach rechts) 220 004 (* 03/1954, +06/1980), 220 073 (*05/1959, +03/1979), 220 072 (*05/1959, + 08/1979), 220 080 (*07/1959 + 05/1980), 220 056 (*04/1959, +12/1979) und 220 064 (*03/1959, +03/1980). 



Die meisten dieser Loks hatten wir schon zuvor im Ausbesserungswerk Nürnberg gesehen, damals noch ohne jegliche Ausmusterungsmerkmale. Man hatte also vor dem Abtransport zur Verschrottung in Nürnberg noch jemanden beauftragt, die Loknummern mit gelber Farbe zu durchkreuzen und mittels Schablone &amp;quot;Ausgemustert AW NÜR xx/yy&amp;quot; draufzumalen - die Daten auf den Loks waren alle unterschiedlich, man hatte sich also große Mühe für den Stahl gegeben, der sowieso dem Recycling zugeführt wurde. In der rechten Hälfte des Bildes ist der schon reichlich geplünderte Führerstand von 220 064 zu sehen - eindeutig ein Fall für die Stiftung Kurbelkultur:



Neben den sechs Loks in Erdorf waren im Bw Ehrang, wo man uns freundlich eingelassen hatte, noch die vier Verschrottungskandidatinnen 220 082 (*07/1959, +10/1980),  220 044 (*02/1957, +10/1980), 220 070 (*05/1959, +10/1980) und 078 (*06/1959, +08/1980) anwesend.



Neben dem Schrott interessierten uns natürlich in Ehrang besonders die einstigen &amp;quot;Europaloks&amp;quot; der Baureihe 184. Nachdem die Maschinen beim Bw Köln-Deutzerfeld im Betrieb nach Belgien unter Gleichstrom große Probleme bereiteten, hatte man sie nach Saarbrücken umstationiert und den Gleichstromteil stillgelegt. Und obwohl das sehr gewichtige Trix-Exprss-HO-Modell damals immer noch mit vier Stromabnehmern verkauft wurde, hatten die Originale derer nur noch zwei auf dem Dach, nämlich einen mit breiter Palette für den Betrieb in Deutschland und einen mit schmaler für den Betrieb in Frankreich und Luxemburg.  

Weil die Loks auch unter Wechselstrom nicht gerade mit großer Zuverlässigkeit glänzten, hatte man sie von Saarbrücken zur Außenstelle Ehrang abgschoben, wo sie sich mit Übergaben nach Apach in Frankreich und Wasserbillig in Luxembourg ihr Gnadenbrot verdienten. (Originalzitat eines Ehranger Lokführers zur 184: &amp;quot;Loks? Das sind doch keine Loks, das ist eine Krankheit!&amp;quot;). Dementsprechend oft wurden sie auch durch andere Baureihen ersetzt - sofern verfügbar, durch 181.2 oder ansonsten durch Trierer 215, 216 oder auch 211 einzeln oder in Doppeltraktion.

Die Laufkilometer waren gering, und oft standen die Maschinen in Ehrang herum und ruhten sich aus, so wie hier 184 001 (*10/1967, +12/1993, verschrottet 1994) und 184 003 (*07/1968, +04/2002, heute im DB-Museum Koblenz):



Vor dem Rundschuppen warteten die betriebsfähigen Diesel auf neue Taten. Das Bw Trier hatte damals noch drei 216er, die überwiegend als 184-Ersatz und für einzelne Güterzugleistungen vorgehalten wurden. Die Trierer 215 hatten zusammen mit Kölner Loks derselben Baureihe den Verkehr auf der Eifelstrecke fest in der Hand. Wir sehen 215 044 (*02/1971, +11/1994, verschrottet 01/2002), 216 021 (*02/1965, +03/1996, verschrottet 12/1999) und 216 020 (*02/1965, +08/1997, nach Ausmusterung über Fa. Layritz nach Italien zu Fersalento Srl und dort möglicherweise unter der Bezeichnung DD FMT BA 143Q noch in Betrieb).
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        <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695196#msg-695196</link>
        <lastBuildDate>Sun, 19 Jul 2026 08:29:18 +0200</lastBuildDate>
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            <title>Re: Kalenderblatt 8. November</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695201#msg-695201</link>
            <description><![CDATA[ Das hat  man damals wirklich mit der aufwändigen Wartung der zweimotorigen Loks und dem fürs Personal deutlich geringeren Komfort als bei den Loks der V160-Klasse begründet. In den 220ern und 221ern saß der Lokführer ja direkt über dem Getriebe und hatte eine ordentliche Geräuschkulisse unter sich, wobei die 220er da sicher noch eine Klasse übler waren als die 221.<br />
<br />
Die 220 flogen bis 1984 alle aus dem Bestand raus, in Oldenburg ersetzt durch Elektrifizierung Bremen - Oldenburg und in Lübeck ersetzt durch 218, bei Bedarf war man mit Doppeltraktionen da deutlich flexibler.<br />
<br />
Der 221-Bestand in Villingen und Lübeck und wurde schon während der zweiten Hälfte der 1970er aufgelöst, in Villingen wegen Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn und andererseits wegen der Stationierung der BR 218 in Lübeck, mit der man in der Lage war, die Reisezüge auf der Vogelfluglinie elektrisch zu heizen. In Oldenburg wurden die 221 dann wegen Elektrifizierung zwischen Rheine und Norddeich überflüssig, alle 221 kamen nach Oberhausen-Osterfeld Süd, wo man sie bis 1987 fast ausschließlich im Güterzugdienst einsetzte. Aus einigen wenigen hat man damals voch die Heizkessel ausgebaut.<br />
<br />
Von den ausgemusterten 220 und 221 konnte man die Motoren weiterhin als Tauschteile für die BR 211-213 und teilweise für die BR 290 weiternutzen; auch das hat sicher zur frühen Abstellung beigetragen. Und nicht zuletzt wurden etwa ein Drittel der 220 und über Hälfte der 221 ja noch ins Ausland verkauft...]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Thu, 09 Nov 2023 10:01:16 +0100</pubDate>
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            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695199#msg-695199</guid>
            <title>Re: Kalenderblatt 8. November</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695199#msg-695199</link>
            <description><![CDATA[ Ein paar Eckdaten aus meiner Erinnerung:<br />
<br />
Der Einsatz vor D-Zügen im Fernverkehr beschränkte sich Ende der 1970er Jahre bei der V 200.0 hauptsächlich auf die Strecke Rheine-Emden-Norddeich Mole, wo sie ab 1975 die letzten 012er des BW Rheine abgelöst hatten. Die Baureihe V 200.1 war im Fernverkehr zu dieser Zeit noch bis zum Abschluss der Elektrifizierung auf der Schwarzwaldbahn im Einsatz ( bis 24.09.77) und bis 1978/79 auf der Vogelfluglinie von Hamburg bis Puttgarden vor den letzten dampfbeheizten internationalen Schnellzügen (z.B. Alpen-Express).<br />
Anfang der 1980er Jahre waren dann V 200.0 noch bis etwa 1983 zum Beispiel vor Wendezügen zwischen Hamburg und Lübeck im Einsatz. Die V 200.1 war da schon nicht mehr vor Reisezügen im Einsatz. Auslauf-BW für die V 200.0 war Lübeck (Ende 1984) und für die V 200.1 Oberhausen-Osterfeld (Ende 1988).]]></description>
            <dc:creator>OEG17und4</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 21:42:23 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695198#msg-695198</guid>
            <title>Re: Kalenderblatt 8. November</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695198#msg-695198</link>
            <description><![CDATA[ Wiki meint dazu:<br />
&quot;Die Leichtbauweise führte zu Beginn der 1980er Jahre zu zunehmenden Korrosionsschäden. Der hohe Unterhaltungsaufwand der<br />
zweimotorigen Lokomotiven und der rückläufige Güterverkehr im Ruhrgebiet führte bis Ende Mai 1988 zur Ausmusterung der Maschinen.&quot;<br />
<br />
Die Zweimotorer gab es ja auch nur, weil es bei Baubeginn der V200 noch keine Motoren mit 2.000 kW Leistung gab,<br />
die kamen dann erst mit der V164, der späteren Baureihe 218.]]></description>
            <dc:creator>Sandhase</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 19:44:25 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695197#msg-695197</guid>
            <title>Re: Kalenderblatt 8. November</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695197#msg-695197</link>
            <description><![CDATA[ Warum wurden denn die V200 bereits nach 20 Jahren ausgemustert?<br />
Auf meinen Urlaubsreisen nach Norddeutschland habe ich in den 80er Jahren keine einzige mehr gesehen.]]></description>
            <dc:creator>Fabegdose a.k.a. Dr. Düwag</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 10:38:58 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Kalenderblatt 8. November</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,695196,695196#msg-695196</link>
            <description><![CDATA[ <span style="font-size:small">Allgemeine Infos zu den Kalenderbildern gibt es <a href="https://www.rnlf.de/read.php?21410,693555"  rel="nofollow">&gt;&gt;&gt; hier &lt;&lt;&lt;</a></span><br />
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Heute vor 42 Jahren, am <b>8. November 1981</b>, war ich aufgebrochen, um mich samt Begleitung im Raum Trier umzusehen. Gerüchte besagten, dass im dortigen ehemaligen Dampflok-Ausbesserungswerk eine stattliche Anzahl 220er verschrottet werden sollten, die nun im <i>Bahnhof Erdorf</i> (damals noch ohne &quot;Bitburg&quot;) und im Bw Ehrang herumstehen sollten. Die Fotos von jenem Tag haben fast alle eine Gemeinsamkeit - sie wurden von der Schattenseite aufgenommen <img src="https://www.rnlf.de/mods/smileys/images/smiley%20ac.gif" class="bbcode" border="0" /><br />
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Es war eisig kalt, als wir in <i>Erdorf</i> aus dem Zug stiegen. Hier standen auf einem Nebengleis in einer Reihe (von links nach rechts) 220 004 (* 03/1954, +06/1980), 220 073 (*05/1959, +03/1979), 220 072 (*05/1959, + 08/1979), 220 080 (*07/1959 + 05/1980), 220 056 (*04/1959, +12/1979) und 220 064 (*03/1959, +03/1980). <br />
<a href="https://abload.de/image.php?img=k0811m8112358tfnr.jpg"  rel="nofollow"><img src="https://abload.de/img/k0811m8112358tfnr.jpg" class="bbcode" border="0" /></a><br />
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Die meisten dieser Loks hatten wir schon zuvor im Ausbesserungswerk Nürnberg gesehen, damals noch ohne jegliche Ausmusterungsmerkmale. Man hatte also vor dem Abtransport zur Verschrottung in Nürnberg noch jemanden beauftragt, die Loknummern mit gelber Farbe zu durchkreuzen und mittels Schablone &quot;Ausgemustert AW NÜR xx/yy&quot; draufzumalen - die Daten auf den Loks waren alle unterschiedlich, man hatte sich also große Mühe für den Stahl gegeben, der sowieso dem Recycling zugeführt wurde. In der rechten Hälfte des Bildes ist der schon reichlich geplünderte Führerstand von 220 064 zu sehen - eindeutig ein Fall für die Stiftung Kurbelkultur:<br />
<a href="https://abload.de/image.php?img=k0811m811211c4e0q.jpg"  rel="nofollow"><img src="https://abload.de/img/k0811m811211c4e0q.jpg" class="bbcode" border="0" /></a><br />
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Neben den sechs Loks in Erdorf waren im <i>Bw Ehrang</i>, wo man uns freundlich eingelassen hatte, noch die vier Verschrottungskandidatinnen 220 082 (*07/1959, +10/1980),  220 044 (*02/1957, +10/1980), 220 070 (*05/1959, +10/1980) und 078 (*06/1959, +08/1980) anwesend.<br />
<a href="https://abload.de/image.php?img=k0811m811237idduj.jpg"  rel="nofollow"><img src="https://abload.de/img/k0811m811237idduj.jpg" class="bbcode" border="0" /></a><br />
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Neben dem Schrott interessierten uns natürlich in Ehrang besonders die einstigen &quot;Europaloks&quot; der Baureihe 184. Nachdem die Maschinen beim Bw Köln-Deutzerfeld im Betrieb nach Belgien unter Gleichstrom große Probleme bereiteten, hatte man sie nach Saarbrücken umstationiert und den Gleichstromteil stillgelegt. Und obwohl das sehr gewichtige Trix-Exprss-HO-Modell damals immer noch mit vier Stromabnehmern verkauft wurde, hatten die Originale derer nur noch zwei auf dem Dach, nämlich einen mit breiter Palette für den Betrieb in Deutschland und einen mit schmaler für den Betrieb in Frankreich und Luxemburg.  <br />
<br />
Weil die Loks auch unter Wechselstrom nicht gerade mit großer Zuverlässigkeit glänzten, hatte man sie von Saarbrücken zur Außenstelle Ehrang abgschoben, wo sie sich mit Übergaben nach Apach in Frankreich und Wasserbillig in Luxembourg ihr Gnadenbrot verdienten. (Originalzitat eines Ehranger Lokführers zur 184: &quot;Loks? Das sind doch keine Loks, das ist eine Krankheit!&quot;). Dementsprechend oft wurden sie auch durch andere Baureihen ersetzt - sofern verfügbar, durch 181.2 oder ansonsten durch Trierer 215, 216 oder auch 211 einzeln oder in Doppeltraktion.<br />
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Die Laufkilometer waren gering, und oft standen die Maschinen in <i>Ehrang herum</i> und ruhten sich aus, so wie hier 184 001 (*10/1967, +12/1993, verschrottet 1994) und 184 003 (*07/1968, +04/2002, heute im DB-Museum Koblenz):<br />
<a href="https://abload.de/image.php?img=k0811m810810ircsk.jpg"  rel="nofollow"><img src="https://abload.de/img/k0811m810810ircsk.jpg" class="bbcode" border="0" /></a><br />
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Vor dem Rundschuppen warteten die betriebsfähigen Diesel auf neue Taten. Das Bw Trier hatte damals noch drei 216er, die überwiegend als 184-Ersatz und für einzelne Güterzugleistungen vorgehalten wurden. Die Trierer 215 hatten zusammen mit Kölner Loks derselben Baureihe den Verkehr auf der Eifelstrecke fest in der Hand. Wir sehen 215 044 (*02/1971, +11/1994, verschrottet 01/2002), 216 021 (*02/1965, +03/1996, verschrottet 12/1999) und 216 020 (*02/1965, +08/1997, nach Ausmusterung über Fa. Layritz nach Italien zu Fersalento Srl und dort möglicherweise unter der Bezeichnung DD FMT BA 143Q noch in Betrieb).<br />
<a href="https://abload.de/image.php?img=k0811m811609xad8l.jpg"  rel="nofollow"><img src="https://abload.de/img/k0811m811609xad8l.jpg" class="bbcode" border="0" /></a>]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 09:40:01 +0100</pubDate>
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