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        <title>Frage zu den OEG Düwag</title>
        <description> Hallo,

Da ich eher aus der jüngeren Generation stamme und mit den ersten Variobahnen aufgewachsen bin, kenne ich mich mit den älteren Fahrzeugen nicht sonderlich gut aus, daher habe ich zwei Fragen:
Bei den GT8 hört man im A-Kopf eine Art schalten. Ich vermute dass dies Bremsen sind, da es immer einen leichten Ruck bei einer ,,Schaltung&amp;quot; gibt, allerdings frage ich mich dann warum diese Schaltwerkstöne auch beim Anfahren zu hören sind, der Zug fährt ja schließlich nicht mit halb angezogenen Bremsen los. Außerdem stellt sich mir die Frage, warum dieses Schalten nur im A-Kopf ertönt. 
Zuletzt noch die Frage, ob wenn man bei den GT8 den Fahr- Bremshebel aus einer starken Bremsposition (hinten) in eine niedrigere Bremsposition (weiter vorne) bewegt, sich die Bremsen automatisch etwas lösen, oder ob dafür zwingend die Nutzung des Bremsminderers nötig ist?

Vielen Dank invoraus für die Hilfe, wahrscheinlich bekommen manche einen Anfall bei meiner leienhaften Formulierung von so manchen Sachen :eek:</description>
        <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696704#msg-696704</link>
        <lastBuildDate>Tue, 18 Aug 2026 19:28:17 +0200</lastBuildDate>
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        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696805#msg-696805</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696805#msg-696805</link>
            <description><![CDATA[ Nein, man bleibt ja zum fahren nicht in Fahrstellung sondern lässt den Wagen in Nullstellung rollen, wenn zuvor die gewollte Geschwindigkeit erreicht ist.]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 08:37:04 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696800#msg-696800</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696800#msg-696800</link>
            <description><![CDATA[ H.F.,eh. F. schrieb:<br />
-------------------------------------------------------<br />
&quot;Zum Schaltwerk: Wenn man den Sollwertgeber in die erste (Fahr-)Stellung legt, so schaltet der Schaltwerksmotor das Schaltwerk langsam &quot;hoch&quot;, elektrisch gesehen werden die Fahrwiderstände langsam der Reihe nach abgeschaltet, bis eben die volle Spannung an den Motoren anliegt. Bei voller Auslenkung des Sollwertgebers wird das Schaltwerk über die Steuerung schnellstmöglich, je nach Gegebenheiten (Radsensoren etc.) auf maximale Beschleunigung gedreht. Wenn man dann wieder auf Nullstellung geht wird das Schaltwerk über den sogenannten &quot;Schnelläufer&quot; sofort wieder auf Null zurückgedreht (&quot;Rrrrratsch&quot;). Bei Betätigung der Türfreigabe in Nullstellung wird das Schaltwerk in Bremsstellung gedreht. (&quot;Rrrratsch&quot;). Sobald die Türfreigabe gelöscht wurde geht das Schaltwerk wieder in Nullstellung zurück. (Rrrratsch&quot;).&quot;<br />
<br />
Interessant. Heißt dass, der Wagen befindet sich immer entweder im Fahr- oder im Bremsmodus und rollt nie sozusagen im Freilauf?<br />
<br />
VG Timo]]></description>
            <dc:creator>Blumenstraße</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Tue, 11 Feb 2025 21:04:55 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696761#msg-696761</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696761#msg-696761</link>
            <description><![CDATA[ Führerbremsventil schrieb:<br />
-------------------------------------------------------<br />
&gt; <br />
&gt; Und das Rasieren der Streckentrenner ist nicht das<br />
&gt; einzige Problem.<br />
&gt; Der ganze grauenhafte Umgang mit dem Schaltwerk<br />
&gt; wegen Nichtwissen oder Ignoranz sollte geahndet<br />
&gt; werden.<br />
<br />
Wahre Worte!  :===(]]></description>
            <dc:creator>Fabegdose a.k.a. Dr. Düwag</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Fri, 31 Jan 2025 20:53:32 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696756#msg-696756</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696756#msg-696756</link>
            <description><![CDATA[ Muck schrieb:<br />
-------------------------------------------------------<br />
<br />
&gt; Das mit den 5 Mark könnte man ruhig mal wieder<br />
&gt; einführen, so oft wie ich erlebe dass vor allem<br />
&gt; auf der OEG inzwischen Trenner mit vollgas rasiert<br />
&gt; werden.<br />
<br />
In Bezug auf den zwischenzeitlich erfolgten Währungswechsel und die Inflation dürfen es heute gerne fünf Euro sein.<br />
<br />
Und das Rasieren der Streckentrenner ist nicht das einzige Problem.<br />
Der ganze grauenhafte Umgang mit dem Schaltwerk wegen Nichtwissen oder Ignoranz sollte geahndet werden.]]></description>
            <dc:creator>Führerbremsventil</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Fri, 31 Jan 2025 08:19:07 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696755#msg-696755</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696755#msg-696755</link>
            <description><![CDATA[ H.F.,eh. F. schrieb:<br />
<br />
&gt; (Sollte ich was vergessen oder verkehrtwechselt<br />
&gt; haben, bitte um nachrichtendienstliche Mitteilung<br />
&gt; in diesem unserem Forum.)<br />
<br />
Bei Umlegen der Richtungswalze in Notfahrt?<br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
Bernhard]]></description>
            <dc:creator>Bernhard König</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Thu, 30 Jan 2025 20:43:58 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696750#msg-696750</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696750#msg-696750</link>
            <description><![CDATA[ Vielen Dank. Ich habe mir das Video ,,82&quot; von dir auch mal angeschaut, das in der Praxis mit Blick auf den Befehlsgeber zu sehen hat auch gut zum Verständnis beigetragen :gut:<br />
Jetzt weiß ich auch endlich was ,,gehst du mal nach Hinten und legst mir den Automaten wieder ein?&quot; bedeutet :xcool:<br />
Das mit den 5 Mark könnte man ruhig mal wieder einführen, so oft wie ich erlebe dass vor allem auf der OEG inzwischen Trenner mit vollgas rasiert werden.]]></description>
            <dc:creator>Muck</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 18:39:07 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696749#msg-696749</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696749#msg-696749</link>
            <description><![CDATA[ Nein, mit Bremswiderständen sind nicht die Solenoidbremsen gemeint.<br />
<br />
Beim elektrischen Bremsen werden die Motoren als Generatoren geschaltet, das bremst die Bewegungsenergie ab und erzeugt Strom. In modernen elektronischen Fahrzeugen kann man einen Großteil dieses Stroms entweder ins Netz zurückspeisen, wo er dann von anderen Fahrzeugen verbraucht wird, oder in Batterien oder Kondensatoren, wo er (mindestens) bis zum nächsten Anfahren gespeichert wird.<br />
<br />
Bei den Gt8 wird ein kleiner Teil dieses Stroms zur Speisung der Solenoidbremsen (also elektromagnetisch erregte Bremsen) in den Laufdrehgestellen genutzt.<br />
<br />
Der überschüssige so produzierte Strom wird in allen Fahrzeugen, alt oder modern, in Widerständen in Wärmeenergie umgewandelt, also praktisch &quot;verheizt&quot;.]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 15:46:51 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696748#msg-696748</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696748#msg-696748</link>
            <description><![CDATA[ Dann probier&#039; ich&#039;s mal...<br />
<br />
1.<br />
Keine Ahnung, habe ich in 38 Jahren dienst auf den Gt8 noch nie bewusst bemerkt. Könnte alle möglichen Ursachen haben. Beispielsweise merkt man auf einigen Strecken die Schweißstöße der Schienen. Kann auch an leicht &quot;unrunden&quot; Rädern liegen, oder beispielsweise an einem am Rad pappenden Kaugummi, das man sich &quot;eingefangen&quot; hat.<br />
<br />
2.<br />
Die Bremswiderstände werden umso schneller aufgeschaltet, je stärker man den Befehlsgeber in die Bremsstellung (&quot;nach hinten&quot;) auslenkt. Da gibt es keine festen Geschwindigkeiten. Bis zu einem gewissen Grad überwacht die Fahrzeugsteuerung, dass das nicht zu stark geschieht und die Räder nicht blockieren und der Wagen ins Gleiten kommt. Der beim Bremsen in den Motoren erzeugte Strom speist im Übrigen die Solenoidbremsen in den Laufdrehgestellen, und bei Geschwindigkeit kleiner als 6 km/h und Befehlsgeber in Bremsstellung greift die Haltebremse, die im Gt8 aus Federspeicherbremsen in den beiden Triebdrehgestellen besteht.<br />
<br />
3.<br />
<blockquote class="bbcode"><div><small>Zitat<br /></small><strong></strong><br />Wenn man beim Bremsen den Befehlsgeber ein paar Stufen weiter nach ,,vorne&quot; bewegt, ändert sich nichts an der Bremskraft. Wenn man allerdings in der 1. Bremsstufe ist und den Bremsminderer betätigt, verringert sich die Bremskraft um eine Stufe pro Betätigung des Bremsminderers. </div></blockquote>
Richtig, wobei der Befehlsgeber <i>keine Stufen</i> hat, nur die Nullstellung, Fahren und Bremsen. Innerhalb von Fahren und Bremsen´kann man den Befehlsgeber Stufenlos bewegen. Nur noch die drei &quot;besonderen&quot; Positionen &quot;Fahren Stopp&quot; (in Fahrtstellung gegen Null gehalten werden die Fahrstufen nicht weitergeschaltet), &quot;Bremsen Stopp&quot; (in Bremsstellung gegen Null gehalten werden die Bremsstufen nicht weitergeschaltet) und &quot;Gefahrenbremsung&quot; (ganz nach &quot;hinten&quot; gezogen bremst mit allen Bremsen, sandet und löst den Fahrstromautomat aus).<br />
<br />
Die Bremse sollte man, wenn man zu hart angebremst hat, mit dem Bremsminderer zurücknehmen. Bei &quot;schlagartig in Nullstellung&quot; wirst Du als irgendwann statt als Triebfahrzeugführer eher als Hebelschubser oder Kieskutscher bezeichnet werden.<br />
<br />
Und die Wagensteuerung ist in den Gt8 und Gt8K komplett identisch. Unterschiede gibt es bei den Widerständen, die sich bei den Zweibüglern (wie bereits beschrieben) in den Bodenwannen befinden und durch Gebläse fremdbelüftet sind, bei den Einbüglern aber auf dem Dach und ihre Wärme an die Umgebungsluft abgeben. Und der Höchststromschalter (&quot;Automat&quot;) befindet sich ebenfalls auf dem Dach und kann von beiden Führerständen motorisch durch Tastendruck eingelegt werden, während er bei den Zweibüglern über dem jeweilgen Führerstand in der Decke eingebaut ist und durch den Griff an der Decke ein- und ausgeschaltet werden kann.<br />
<br />
4.<br />
&quot;Richtiges&quot; Aufbügeln (also Bügel vorn oben) war früher(TM) wichtig, als die Weichen noch über Oberleitungskontakte umgestellt wurden und der Kontakt nur einen kurzen Abstand zu den Weichen hatte. Fuhr man mit dem hinteren Bügel, dann konnte es passieren, dass das erste Drehgestell des Wagens schon die Weiche verriegelt hatte, ehe man mit dem Stromabnehmer überhaupt den Oberleitungskontakt befuhr.<br />
<br />
Heutzutage ist es eigentlich egal, mit welchem Bügel man fährt, da die Weichen über induktive Koppelspulen gestellt werden, die je nach Fahrzeug und Fahrtrichtung zwischen 9 und 16 Metern von der Fahrzeugfront entfernt unter dem Wagenboden eingebaut sind (bei den wenigen Zwei- und Vierachsern auch kürzer). Bei vielen Betrieben mit Stadtbahnwagen M und N, auch in Heidelberg, hat man deshalb auch den ursprünglich vorhandenen zweiten Stromabnehmer entfernt.<br />
<br />
Außerdem sollte man an den Trennstellen der Speiseabschnitte (mit dem quadratischen blauen Schild und weißem T im BoStrab-Bereich oder dem zerlegten U im EBO-Bereich) das Fahrzeug immer ausgeschaltet haben und daher wissen, welcher Bügel gerade oben ist. Wenn man da eingeschaltet drüber fährt ist es nicht gesund für die Motoren und es kann es bei Spannungsunterschieden in den stromkreisen dazu kommen, dass der Wagen ruckt und schlimmstenfalls der &quot;Automat&quot; auslöst. Früher(TM) hat man für das &quot;rasieren&quot; der Streckentrenner in der Fahrschule 5 Mark in die Kasse zahlen müssen...<br />
<br />
Der &quot;Automat&quot; kann in allen Konstellationen mal rausfliegen. Bei den Zweibüglern muss aber immer derjenige Automat eingeschaltet sein, der sich unter dem gerade anliegenden Stromabnehmer befindet. Fährt man mit dem hinteren Bügel, dann müsste man in den hinteren Führerstand, um diesen von Hand wieder einzulegen. Oder eben den Bügel wechseln.<br />
<br />
<br />
Ich hoffe, das hülft ein wenig.<br />
Ach ich sehe gerade, der Herr Fabrikant hat auch was sehr ausführliches geschrieben. <br />
Beste Voraussetzungen für eine gelungene Simulation :swing:]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 15:12:10 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696747#msg-696747</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696747#msg-696747</link>
            <description><![CDATA[ <blockquote class="bbcode"><div><small>Zitat<br /></small><strong>H.F.,eh. F.</strong><br />
Ja. Und genau das alles ist vielen leider nicht mehr bekannt...</div></blockquote>
Ha, ja. Hatte letztens eine Fahrerin auf dem GT8, die hat nur Vollbremse oder Nullstellung gekannt, das war sehr unangenehm für die Fahrgäste :rolleyes:<br />
<br />
Danke für die ausführliche Erklärung und Hilfsbereitschaft, jetzt ist es mir klar geworden. Nur um sicher zu gehen: Also das Schaltwerk ,,Klickt&quot; im A Teil wenn entweder ein Fahrwiderstand gelöst oder ein Bremswiderstand aufgeschaltet wird, und diese werden nicht bei bestimmten Geschwindigkeiten, sondern je nach Befehlsgeberposition schneller oder langsamer an- / abgeschaltet. Sind mit den Bremswiderständen die Solenoidbremsen gemeint? Und warum hört man selbst wenn der Befehlsgeber seit längerer Zeit auf maximaler Bremse ist dann bei niedriger Geschwindigkeit trotzdem klicken, wird also die maximale Bremskraft erst bei niedrigerer Geschwindigkeit angewendet? <br />
Falls jemand weiß was das ,,Klopfen&quot; bei hoher Geschwindigkeit ist, wäre dies auch interessant zu wissen.<br />
<br />
Ich verspreche, dass das jetzt aber wirklich die letzten Fragen sind, wie gesagt, ich möchte lediglich 100%iges Verständnis von diesem Fahrzeug haben.  :)]]></description>
            <dc:creator>Muck</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 15:07:08 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696745#msg-696745</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696745#msg-696745</link>
            <description><![CDATA[ Fangen wir mal von hinten an:<br />
Bei den &quot;Zweibüglern&quot; ist der Stromverlauf (grob) so:<br />
Stromabnehmer-Hauptschalter (bzw. Höchststromschalter/&quot;Automat&quot;)-Schaltwerk-Motoren.<br />
Im Prinzip ist es, außer Fotografen, technisch egal, welcher Stromabnehmer gehoben ist, man sollte als Fahrer halt Bescheid wissen, wo man bei Streckentrennern kurz auszuschalten hat.<br />
&quot;Rausfliegen&quot; kann der Hauptschalter (&quot;Automat&quot;) immer, egal ob richtig oder falsch aufgebügelt wurde, es ist ja nichts anderes als eine starke Sicherung, so wie man es auch im Haushalt hat. Es ist halt lästig, wenn man dann erst nach hinten laufen muß. Bei Zugverbänden werden beide Stromabnehmer umgesteuert, es ist dann aber auch der jeweilige Hauptschalter von Hand wieder einzulegen, der HS fällt automatisch bei Wechsel bzw. ablassen der Stromabnehmer. Ausschalten kann man den (die) HS auch per Tastendruck. Am HS ist ein kleines Gewicht angebracht, das wo über einen sehr verwickelten Mechanismus auch bei einer starken Verzögerung (z.B. Aufprall) den HS auslöst. Selbstverständlich kann der jeweilige HS auch per Hand ein- und ausgeschaltet werden.<br />
<br />
Bei den &quot;Einbüglern&quot; gibt es Unterschiede:<br />
Stromverlauf ist derselbe.<br />
Der HS sitzt auf dem Wagendach vom C-Teil und wird über einen Elektromotor mit Fliehkraftkupplung eingelegt, der im Prinzip nichts anderes als die Handdrehung bei den manuellen HS macht, der weitere technische Aufbau des HS ist gleich. Dort kann der HS per Tastendruck sowohl ein- wie auch ausgeschaltet werden. Bei zwei gekuppelten &quot;Einbüglern&quot; geht das (sollte...) gleichzeitig. Manuell kann man den HS per seperat im C-Teil aufbewahrtem Handgriff durch ein Loch in der Dachverkleidung bedienen. Der jeweilige Schaltzustand ist an zwei Kontrolleuchten im Dachgeschränk des C-Teils, wo auch der Handgriff untergebracht ist, festzustellen.<br />
<br />
Bei &quot;gemischten&quot; Zugverbänden geht grundsätzlich das Ausschalten des HS von allen Fahrerständen per Tastendruck, Einschalten geht dann aber nur direkt vom jeweiligen Fahrzeug aus, eben je nach Bauart per Handgriff oder eben per Tastendruck.<br />
<br />
Der HS wird auch bei Betätigung der Fahrgastnotbremse sowie bei Ausfall der Batteriespannung ausgeschaltet.<br />
<br />
(Sollte ich was vergessen oder verkehrtwechselt haben, bitte um nachrichtendienstliche Mitteilung in diesem unserem Forum.)<br />
<br />
Zum Schaltwerk:<br />
Wenn man den Sollwertgeber in die erste (Fahr-)Stellung legt, so schaltet der Schaltwerksmotor das Schaltwerk langsam &quot;hoch&quot;, elektrisch gesehen werden die Fahrwiderstände langsam der Reihe nach abgeschaltet, bis eben die volle Spannung an den Motoren anliegt. Bei voller Auslenkung des Sollwertgebers wird das Schaltwerk über die Steuerung schnellstmöglich, je nach Gegebenheiten (Radsensoren etc.) auf maximale Beschleunigung gedreht. Wenn man dann wieder auf Nullstellung geht wird das Schaltwerk über den sogenannten &quot;Schnelläufer&quot; sofort wieder auf Null zurückgedreht (&quot;Rrrrratsch&quot;). Bei Betätigung der Türfreigabe in Nullstellung wird das Schaltwerk in Bremsstellung gedreht. (&quot;Rrrratsch&quot;). Sobald die Türfreigabe gelöscht wurde geht das Schaltwerk wieder in Nullstellung zurück. (Rrrratsch&quot;).<br />
<br />
<blockquote class="bbcode"><div><small>Zitat<br /></small><strong></strong><br /><i>3. Wenn man beim Bremsen den Befehlsgeber ein paar Stufen weiter nach ,,vorne&quot; bewegt, ändert sich nichts an der Bremskraft. Wenn man allerdings in der 1. Bremsstufe ist und den Bremsminderer betätigt, verringert sich die Bremskraft um eine Stufe pro Betätigung des Bremsminderers. Es ist also nicht anders möglich, die Bremskraft zu reduzieren als schlagartig in die Nullstellung zu gehen. Haben auch die GT8K den Bremsminderer?</i></div></blockquote>
Ja. Und genau das alles ist vielen leider nicht mehr bekannt... :-/]]></description>
            <dc:creator>H.F.,eh. F.</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:38:32 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696743#msg-696743</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696743#msg-696743</link>
            <description><![CDATA[ Vielen Dank für die zahlreichen, ausführlichen Antworten :gut:, ein paar letzte Fragen habe ich noch:<br />
<br />
1.Bei den GT8 tritt bei hoher Geschwindigkeit ein gewisses Klopfen auf, was allerdings z.B. beim Wagen 114 selbst bei über 80km/h nicht der Fall war, könnte mir jemand erklären was dieses Klopfen ist und warum es nicht immer auftritt?<br />
<br />
2. Wenn ich es also richtig verstanden habe: Beim Bremsen werden also sukzessiv Bremswiderstände aufgeschaltet (Klicken im A-Teil). Werden diese immer z.B. einer bei 15km/h, der nächste bei 10km/h aufgeschaltet oder schneller aufgeschaltet desto stärker man bremst? Wenn man im Fahrgastraum im Stillstand ein lautes, kurzes pregnantes ,,rattern&quot; hört, werden diese Bremswiderstände abgeschaltet. Und beim Beschleunigen werden die Widerstände der Fahrmotoren sukzessive abgeschaltet (Auch das Klicken im A-Teil). <br />
<br />
3. Wenn man beim Bremsen den Befehlsgeber ein paar Stufen weiter nach ,,vorne&quot; bewegt, ändert sich nichts an der Bremskraft. Wenn man allerdings in der 1. Bremsstufe ist und den Bremsminderer betätigt, verringert sich die Bremskraft um eine Stufe pro Betätigung des Bremsminderers. Es ist also nicht anders möglich, die Bremskraft zu reduzieren als schlagartig in die Nullstellung zu gehen. Haben auch die GT8K den Bremsminderer?<br />
<br />
4. Warum ist ,,richtiges Aufbügeln&quot; so wichtig? Ich hatte es schon mal erlebt dass der Hauptschalter geflogen ist weil angeblich nicht richtig aufgebügelt war.<br />
<br />
Ich stelle diese ganzen Fragen hauptsächlich da ich mich aktuell im 3D Entwicklungsprozess der OEG GT8 befinde und diese Fahrzeuge so realitätsgetrau wie möglich in einem Simulator nachstellen will, dass man diese wenigstens noch im Simulator auf Linie fahren werden kann, aber auch, um auf meinen letzten Fahrten mit diesem Fahrzeug zu wissen, was in dem Fahrzeug vor sich geht und wie die Technik funktioniert.]]></description>
            <dc:creator>Muck</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Tue, 28 Jan 2025 21:02:49 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696722#msg-696722</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag Nachtrag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696722#msg-696722</link>
            <description><![CDATA[ Man kann mit der &quot;Zusatzheizung&quot; auch gut dafür sorgen, daß sich die Klappfenster öffnen. Die Aktivierung der Zusatzheizung per Knopfdruck bewegt eine Klappe unter dem Wagen, die die Abwärme der Bremswiderstände entweder direkt in den Wagen ableitet ( siehe oben) oder nach draußen (nach unten) schickt. Besonders wirkungsvoll zwischen Seckenheim Ort und Neu-Edingen.]]></description>
            <dc:creator>H.F.,eh. F.</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 11:05:36 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696721#msg-696721</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag Nachtrag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696721#msg-696721</link>
            <description><![CDATA[ Du hattest ja auch gefragt, wieso nur unter der A-Seite.<br />
<br />
Der Fahrschalter befindet sich eben dort, und einer reicht ja für den ganzen Wagen, außerdem sind dort auch die Anfahrwiderstände. Auf der A-Seite links befindet sich auch der Umschalter für die Ausgruppierung der Motoren (z.B. bei Defekt oder zum Schleppen), von außen erkennbar an dem kleinen runden Aluminiumdeckel.<br />
<br />
Im B-Wagenteil befinden sich anstelle des Fahrschalters die Bremswiderstände. Beim Bremsen wird in diesen Widerständen die Bewegungsenergie aus den Antrieben in Wärme umgewandelt, welche - sofern die Zusatzheizung eingeschaltet ist - über Filter in den Fahrgastraum abgeleitet wird. Wenn&#039;s Dir also im Winter zu kalt ist, besser im B-Teil Platz nehmen.]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 10:37:15 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
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            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696716#msg-696716</link>
            <description><![CDATA[ Sehr gut, Ralph, setzen. :spos:<br />
Gibt ein Fleißkärtchen. :gut:<br />
Zu schade, daß das so heutzutage mangels Masse (in jeder Hinsicht...) nicht mehr vermittelt wird, bzw. nicht vermittelt werden <i>kann</i>. :nixweiss:<br />
Wozu auch. :(<br />
Nach vorne wird gefahren, nach hinten wird gebremst. Mehr muß man nicht wissen. :nee:]]></description>
            <dc:creator>H.F.,eh. F.</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 12:11:23 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696714#msg-696714</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696714#msg-696714</link>
            <description><![CDATA[ Unter dem A-Teil der Gt8 befindet sich der Fahrschalter, liegend in einer Bodenwanne eingebaut.<br />
<br />
Im Gegensatz zu den Altfahrzeugen wird er nicht über Kurbeln oder große Steuerhebel betätigt, sondern durch einen Stellmotor, der über eine Elektronik angesteuert wird. Und im Gegensatz zu den neueren Fahrzeugen ist das keine stufenlose vollelektronische Steuerung, sondern einfach das Zwischending dazu. Der OEG-Gt8 hat 18 Fahrstufen und 15 Bremsstufen. Die Ansteuerung hieß in ihrer ursprünglichen Form &quot;Simatic&quot; (weil von Siemens), so nach und nach wurden die alten Steuerungen auf die heutigen Sibas16-Steuerungen (Abkürzung für &quot;Siemens-Bahnsteuerung 16bit&quot;) modernisiert, das Grundprinzip aber beibehalten. <br />
<br />
Die Frankfurter P- und U2-Wagen hatten das auch so drin, und auch in Basel gibt&#039;s diese Steuerung in den Hochflurwagen noch.<br />
Das Konkurrenzprodukt von AEG (was zum Beispiel die Freiburger Achtachser 201-204 und einige Darmstädter Sechsachser drin hatten) hieß Geamatic. <br />
<br />
<br />
entsprechend nennt sich das kleine Hebelchen beim Fahrer auch Befehlsgeber, weil man damit an die Steuerung Fahr- oder Bremsbefehle übermittelt (im Gegensatz zum Sollwertgeber bei vollelektronischen Steuerungen, wo man einen Sollwert vorgibt und die Fahrzeugsteuerung stufenlos die Stärke der Beschleunigung oder des Abbremsens mitmacht).<br />
<br />
Beim Gt8 kann man die Fahrstufen daher auch nur aufschalten und, wenn nötig, dann komplett ausschalten, aber beispielsweise nicht um eine Stufe zurücknehmen (das ruiniert bei Fahrschaltern die Widerstände). Die Auslenkung des Befehlsgebers regelt dabei, wie schnell die Stufen hochgeschaltet werden, und die Elektronik überwacht dabei, dass die Motoren durch zu schnelles Aufschalten nicht überlastet werden und der Wagen nicht ins Gleiten kommt.<br />
Die Bremsstufen kann man mit dem Bremsminderer zurücknehmen, wenn man ihn drückt während man den Befehlsgeber gegen Null hält, aber nicht auf Null stellt.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Wir sehen uns am kommenden Montag in der Fahrschule rotfl]]></description>
            <dc:creator>Lokleitung</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 10:45:03 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696705#msg-696705</guid>
            <title>Re: Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696705#msg-696705</link>
            <description><![CDATA[ Vereinfacht geantwortet ist es das hier, nur halbelektronisch und ohne Kurbel:<br />
<br />
[<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrschalter"  rel="nofollow">de.wikipedia.org</a>]<br />
<br />
Das Schaltwerk sitzt im A-Wagenteil, deswegen ist es hier deutlicher zu hören (und zu spüren) als auf der B-Seite.<br />
Wenn man den Befehlsgeber in die letzte Stellung Richtung Null bewegt (aber nicht auf Null geht), dass schaltet das Schaltwerk nicht weiter, sondern bleibt in der letzten gewählten Stufe stehen.<br />
Beim Beschleunigen funktioniert das auch.<br />
<br />
Wenn &quot;man es drauf hat&quot;, kann man damit super sauber fahren.]]></description>
            <dc:creator>Führerbremsventil</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Sat, 18 Jan 2025 06:54:35 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <guid>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696704#msg-696704</guid>
            <title>Frage zu den OEG Düwag</title>
            <link>https://www.rnlf.de/read.php?13803,696704,696704#msg-696704</link>
            <description><![CDATA[ Hallo,<br />
<br />
Da ich eher aus der jüngeren Generation stamme und mit den ersten Variobahnen aufgewachsen bin, kenne ich mich mit den älteren Fahrzeugen nicht sonderlich gut aus, daher habe ich zwei Fragen:<br />
Bei den GT8 hört man im A-Kopf eine Art schalten. Ich vermute dass dies Bremsen sind, da es immer einen leichten Ruck bei einer ,,Schaltung&quot; gibt, allerdings frage ich mich dann warum diese Schaltwerkstöne auch beim Anfahren zu hören sind, der Zug fährt ja schließlich nicht mit halb angezogenen Bremsen los. Außerdem stellt sich mir die Frage, warum dieses Schalten nur im A-Kopf ertönt. <br />
Zuletzt noch die Frage, ob wenn man bei den GT8 den Fahr- Bremshebel aus einer starken Bremsposition (hinten) in eine niedrigere Bremsposition (weiter vorne) bewegt, sich die Bremsen automatisch etwas lösen, oder ob dafür zwingend die Nutzung des Bremsminderers nötig ist?<br />
<br />
Vielen Dank invoraus für die Hilfe, wahrscheinlich bekommen manche einen Anfall bei meiner leienhaften Formulierung von so manchen Sachen :eek:]]></description>
            <dc:creator>Muck</dc:creator>
            <category>Nahverkehr Rhein-Neckar</category>
            <pubDate>Fri, 17 Jan 2025 20:15:54 +0100</pubDate>
        </item>
    </channel>
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