Was ich gestern erlebt habe, stellt alles in den 20 Jahren meiner Hobbyausübung in den Schatten.
Bad Dürkheim Bahnhof:
Abfahrbereite Züge melden sich über Funk. Der FDL nimmt sie an und stellt das dortige Signal auf Hp1.
Ein Wagenführer der VBL im Dienste der RHB hört über Funk, wie ein Zug im Bf. Oggersheim vom FDL angenommen wird (immer gerade Zugnummern Richtung Dü).
Seine eigene ist ungerade (wie üblich Richtung LU).
Obwohl er sich nicht in den Sekunden vorher beim FDL gemeldet hat und sowieso eine ungerade Nummer hat, bezieht er den Spruch "Zug XXXX angenommen" auf sich.
Daß das Signal 4m vor ihm nach wie vor Hp0 zeigt, interessiert ihn nicht.
Er fährt also an ihm vorbei in den eingleisigen Bereich, wo er aber nicht physisch ankommt, da er eine Zwangsbremsung erhält. Der Zug ist brechend voll, als bei ca. 10km/h Schienenbremsen, Federspeicher und Solenoide aktiviert werden.
Auf die Frage, warum er über das Signal gefahren sei, antwortet er dem FDL, daß dieser ihn doch angenommen habe und er deshalb losgefahren sei.
Daß man vor einem Hp0-zeigenden Signal eigentlich stehen bleiben sollte, scheint ihm fremd zu sein!!
Eine solche Anhäufung von Fehlern und Unwissen läßt mich doch an den Auswahlkriterien bei der Fahrschule zweifeln. Es geht hier nicht um jemand, der sich korrekt verhält und einmal ein Signal übersieht (was mir bestimmt auch schon passiert wäre mit den Jahren), sondern um völlige Planlosigkeit, die doch im Vorfeld auffallen muß.
Bleibt zu hoffen, daß Konsequenzen gezogen werden und die Fahrgäste von diesem MPU-Grenzgänger verschont bleiben.
Oder ist Qualität heute kein Kriterium mehr sondern nur noch die Bereitschaft, für 1000,-€ im Monat zu arbeiten? RNV ahoi!
@ferdifuchs: Die Kraichgauer Milchbauern sind überall!
Glücklicherweise sind aber sonst alle Männer von RHB und VBLu in Ordnung und außerdem recht cool.
Gruß
Fabegdose
(normalerweise eher Zwangsbremsungsvertuscher aber heute sehr angefressen

)
Jetzt dürft Ihr wieder über fehlende Haltestellenansagen und falsche Klimasteuerungen posten.