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Die Typ Mannheim-Strory: Teil 2, Die Blütezeit (mB) (692 Klicks)

12. März 2012 00:51
Morsche,

heute werde ich meine herzzerreißende weekly soap über die Typ(e) Mannheim-Familie fortsetzen.

Doch für Neueinsteiger und vergessliche, was bisher geschah:

[www.rnlf.de]

[www.rnlf.de]




Diese Folge beschreibt die Blütezeit der Einsatzzeit der Typ Mannheim.
Also als sie komplett ausgeliefert waren und nach ihrer längeren Abstellzeit auch vollständig in Betrieb waren.




Hier sehen wir in den 70ern Wagen 470, den letztgelieferten Wagen, wie er vom Hbf kommend den Lindenhofbuckel verlässt.
470 hatte bis zum Schulss noch das graue Dach und war komplett reklamefrei. Er gehörte auch zu den sechs "glücklichen" Wagen, die erst gar nicht auf den Luzenberg, kamen, sondern erst in den Luitpoldhafen und dann nach Edingen. Während vier der Wagen noch eine zweite Heimat in Helsinki fanden, gelang es leider nicht Wagen 470 zu erhalten. Er wurde dort zusammen mit Wagen 454 (Blume 2000) im Jahr 2005 verschrottet.




Anfang der 70er war Wagen 460 schon mit einer Klimaanlage ausgestattet und hat es so auf die Verkehrsausstellung "Straße und Schiene" nach Essen geschafft, wo der Stadtverkehr darüber berichtete.

Railfaneurope hat dazu noch dieses Bild im Angebot: [www.railfaneurope.net]



Zur anstehenden Bundesgartenschau 1975 sollten alle 20 Wagen mit einer Klimaanlage ausgestattet werden. Darauf waren die Wagen mit ihrem speziellen Belüftuftungssystem schon von Anfang an ausgelegt.
Was heute bei modernen Straßenbahnen schon mehr oder weniger Standard ist, war damals eine Revolution.
Von dieser Seite her betrachtet, stellte der Typ Mannheim einen technischen Meilenstein dar.





Diese Bilderseite aus irgendeiner MVG-Veröffentlichung, von der ich nur diese Seite habe, zeigt innen und Außenzustand in den 70ern.
Im Gegensatz zu den meisten Fahrzeugen, blieb der Inneraum bis zum Schluss weitestgehend unverändert.
Lediglich der vorne links zu sehende Einzelsitz bekam ein Geschränk untendrunter und hintendran und wurde dazu etwa 30 cm nach vorne versetzt.
Dies fällt weniger auf, da dieses Geschränk sehr unauffällig ist, verglichen mit jenen, die man in die "normalen" Düwags einbaute.
Auch der letzte 4er-Platz im A-Teil hat noch ein Geschränk drunter bekommen, das aber nicht weiter auffällt.

Sehr schön zur Geltung kommen auch die kleinen Tische an den 4-er-Plätzen, die den Typ Mannheim mit ausmachen.








Über die Ausrüstung mit Klimaanlagen berichtete der Stadtverkehr auch. Während oben noch die Rede von einer Straßenbahn war, geht man hier schon dazu über eine gewöhnliche Straßenbahnn als Stadtbahn zu bezeichnen. Das zeugt davon, dass die Verkehrsbetriebe Mannheim im Erscheinugsjaht 1974 in der neu gegründeten MVV aufgegangen sind.







Zum hundertjährigen Jubiläum 1978, wo Werner Rabe den Wagen an der Haltsestelle Strohmarkt aufnahm.




Wagen 470 wurde Ende der 70er eine ganz besondere Ehre zu Teil. Er wurde mit der neun BBC-Choppersteuerung ausgestattet, die er noch bis Mitte der 80er behielt und wieder auf Kurbelbetrieb zurückgebaut wurde. Dies konnte man an der außen angebrachten Reklame erkennen.





Da ich selbst kein Bild davon gefunden habe, habe ich mich mal per Raubkopie über die Bilder der Lokleitung hergemacht, die den Wagen am Nationaltheater fotografierte.



Später haben die Wagen beim Generalumbau in den 80ern ihre Düwagrauten verloren und die Scheinwerfer auseinandergerückt bekommen.
Es wird gemunkelt, dass die Lampeneinfassungen der Freiburger 201-204, die mit Einzelscheinwerfern geliefert wurden, die waren, die man damals in Mannheim ausgebaut hat. Gerüchte über Gerüchte...



1981 fand eine Sonderfahrt statt, von der die folgenden drei Bilder stammen. Die beiden Farbaufnahmen hat mir ein Kollege aus Wuppertal zugesandt, der damals bei der Fahrt anwesend war.




Halle III





Endschleife in Santafe. Vielleicht erkennt sie der ein oder andere ja wieder. Als ich sie Ende der 90er kennenlernte, fuhren dort neben Mannheimer Wutzen noch LU-GTN und die Schleife war etwas bewachsener als damals. Im DB-Bahnhof, der bis vor wenigen Jahren noch angeschlossen war, stand ein alter Personenwagen, denen irgendwelche Modellbahnfuzzis ihre Anlage lagerten.










Am Altrhein entstand dieses Foto.






Als Wagen 468 zur Eröffnung der umgestalteten Waldhofstraße ausrückte, begann der Stern der Wagen schon wieder zu sinken. Bald kamen die ersten Sänften, kurz später die ersten GT6N, die die GT6 mehr und mehr verdrängten.

Die Klimaanlage war zu dieser Zeit schon wieder abgeklemmt. Nicht nur, dass man mit Wartung ein generelles Problem hat, dürfte die noch junge Technik ihr übriges dazu gegeben haben.






alla hopp


Im kommenden dritten Teil geht es um den Ausverkauf der Wagen an andere Betiebe.
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