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Neulich und vor 14 Tagen, Teil 3: In der Ludwigshafener Ludwigsstraße(mB) (535 Klicks)

14. Mai 2013 10:07


Als dieses Foto entstand, nutzte die Straßenbahn schon über 5 Jahrzehnte die Strecke durch die Ludwigsstaße. Das war noch nicht immer so. Die alten Männer unter uns werden sich vielleicht noch äußerst dunkel erinnern können. Früher(TM), als man noch auf die Pferdetraktion setzte und die Straßenbahn noch eine Spurweite von 1435 mm hatte, nutzte diese die Bismarckstr.. So bezweckte man, dass die Zugpferde nicht von den DaLos der damals schon zukunftsweisend meterspurigen Lokalbahn aufgescheut wurden.
Als 1902 dann die 'lektrisch auch den Weg über den Rhein schaffte, wurde die Strecke in der Bismarckstr. aufgegeben und beide Bahnen nutzten noch bis 1933 gemeinsam die Ludwigsstraße.
Das Foto oben muss wahrscheinlich im Winter 1958/59 aufgenommen sein. Es zeigt TW 313, den zweitgelieferten Düwag GT6 auf der damaligen Linie 4 Käfertal-Ebertpark. Von der Tortenschachtel im Hintergrund, die 1959 errichtet wurde, ist noch nichts zu sehen. Im Hintergrund kann man noch bei genauem hinsehen erkennen, dass der Verbandstyp-Zug den zweifarbigen Lack seiner Lieferung trägt, den die Wagen m.W. beim Umbau auf die Neuen BO-Strab-Richtlinine (Bremslichter und so) 1959/60 wieder verloren haben.
Die neuen Einrichtungswagen waren zu dieser Zeit auch noch nicht freizügig einsetzbar. Schleifen gab es 1958 nur wenige. Eben am Ebertpark und seit 1957 sogar in Käfertal und mit Eröffnung der Neutrassierung auch in Rheinau. Es exisiterten noch die (alte) Friedhofschleife, die Rennplatzschleife, die Flugplatzschleife. Oggersheim hatte ein Wendedreieck und der Hauptbahnhof Mannheim nach Aufgabe der Tattersallschleife auch. Oppau bekam 1958 seine Schleife, allerdings dafür auch eine schlechtere Ortsanbindung. Bis 1972 waren alle Endstellen in MA und LU mit Schleifen bzw. Dreiecken versehen oder stillgelegt.






Neulich sah es dort so aus. Und wieder begegnen wir dem zweitgebauten Sechsachser. Allerdings ist es der zweitgebaute GT6N von VBLu.
Die Ludwigstraße zwischenzeitlich mal zur Fußgängerzone erklärt, darf nun seit etwa 10 Jahren wieder von Autos befahren werden.
Gebracht hat ihr das nichts. Neben dem zu sehenden Rossmann, sind immer mehr Geschäfte der Kette "Leerstand" zu sehen. Zumindest optisch macht die Ludwigstr. heute mehr her als früher(TM).
Was SPD und CDU vor vielen Jahren mit Hochstraßen, Tunnels und dem neuen Bahnhof mal gut meinten, hat die urbane Handelsachse zwischen Hauptbahnhof und altem Pfalzbau nachhaltig zerstört. Das Stadtzentrum wurde zerpflückt und die Kunden fahren jetzt über die Hochstraße nach Mannheim zum Einkaufen. Der Widerstand der Rheinquerung ist heute nicht nur geringer als noch vor 60 Jahren, sondern wahrscheinlich auch geringer als der Widerstand in LU abzufahren. Mit dem Abriss der Hochstraße Nord kann man diesen Fehler wohl zumindest lindern, wenn auch nicht beheben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.13 10:11.
Thema Autor Datum/Zeit

» Neulich und vor 14 Tagen, Teil 3: In der Ludwigshafener Ludwigsstraße(mB) (535 Klicks)

Tw237 14. Mai 2013 10:07

Re: Neulich und vor 14 Tagen, Teil 3: In der Ludwigshafener Ludwigsstraße(mB) (236 Klicks)

jo-ke 14. Mai 2013 15:09

Re: Neulich und vor 14 Tagen, Teil 3: In der Ludwigshafener Ludwigsstraße(mB) (226 Klicks)

Tw237 14. Mai 2013 15:37

So hat der Geldmangel... (206 Klicks)

Eisdebahn 15. Mai 2013 10:28

Re: So hat der Geldmangel... (181 Klicks)

Tw237 15. Mai 2013 12:14



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