…....... dann geh' ma in den
Pfälzer Wald. Getreu diesem Moto wagten wir einen Ausflug zur
Eiswoog (bei
Ramsen – irgentwo tief im
Pfälzer Wald). Die
Stumpfwaldbahn stand schon lange auf meiner Wunschliste, und am 03. Oktober sollte der letzte Fahrtag für 2013 sein → wir hatten frei, passt also!
Der geneigte Eisenbahnfan reist natürlich stilecht an, außerdem koscht ja nix (Jobtiket) und mit nur 2x umsteigen noch zu ertragen.
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Kleine Unannehmlichkeiten nimmt man gerne in Kauf, so zum Beispiel eine 20 Minütige Standzeit des Zuges in
Grünstadt. Über die Gründe wurden die Reisenden im Unklaren gelassen, das Zugpersonal verkürzte sich die Wartezeit mit Rauchen und Informationsaustauch auf dem Bahnsteig.
Im Zug hörte man dann irgentwas von Autofreiem
Eisbachtal und mir kamen die ersten Zweifel, ob es eine gute Idee war, ausgerechnet heute den Ausflug zu unternehmen.
Irgentwann setzten wir die Fahrt fort ….......... aber nur bis
Eisenberg. Hier erhielten wir die Information, dass der Zug hier aufgrund der großen Verspätung endet. Froh gelaunt stiegen die ca. 100 Reisenden aus und bedankten sich freundlich beim Zugpersonal (nein, natürlich nicht, aber dass, was sich der Zugführer anhören mußte, ist wenig druckreif, getreu nach dem Motto: irgentwo entscheidet einer etwas, ausbaden kann es ein anderer).
Nun zum ersten Bild oben: „Unser“ Zug enschwindet Richtung
Grünstadt.
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Während der 40 Minuten Wartezeit bereute ich, unter dem Genörgle der anderen Reisenden, meine Idee mehrfach, mich doch so nahe an das Stellwerk
Mainz herangewagt zu haben. Nun ja, das Bild der Güterschuppenbahnidylle wäre anders nicht entstanden.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der nächste Zug (auch mit 10 Minuten +) und der fuhr tatsächlich nach
Eiswoog. Die Strecke endet mitten im Wald etwa 50 Meter vor dem
Eiswoogviadukt.
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Nun aber zur
Stumpfwaldbahn: Die Strecke beginnt direkt unter dem
Eisbachtalviadukt (hierzu später mehr).
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Nun etwas Geschichte: Der Verein
Stumpfwaldbahn Ramsen betreibt seit dem 09. September 1996 eine Museumsfeldbahn zwischen
Eiswoog und dem
Bockbachtal.
Am 20. Mai 2007 verlängerten Sie die Strecke bis nach
Ramsen West. Auf der 3,5 Kilometer langen Strecke befinden sich drei Ausweichstellen,
Wasserhaus, der Bahnhof
Bockbachtal und die Ausweiche
Kleehof.
Am Endbahnhof
Ramsen West befindet sich ein „Bahnbetriebswerk“ mit Depot. Insgesamt besitzt der Verein drei Dampf- (eine Betriebsfähig) und zwölf Diesellokomotiven, einige müssen jedoch noch aufgearbeitet werden.
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Nun etwas, was meine Stimmung schlagartig verbesserte: Wegen dem autofreien
Eisbachtal wurde die Strecke nicht nur alle Stunde befahren (an allen Sonn- und Feiertagen acht Fahrtenpaare), sondern es waren vier Züge im 15 Minuten Takt eingesetzt.
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Nach dem Umsetzen wir die Maschine bekohlt …................ was aussieht wie Kohlen nachfüllen, ist aber das Ergänzen des Sandvorrates!
Während der Lokführer gemütlich einen Kaffe trinkt, hört man im Hintergrund die Stimme des Fahrdienstleiters, der offensichtlich
keine ruhige Kugel schiebt!
Zur Anwendung kommt eine vereinfachte Form des Zugleitverfahrens: Roter Zug fährt bis
Wasserhaus - blauer Zug durch bis
Eiswoog – der Fahrdienstleiter braucht Kaffee – grüner Zug Kreuzung in
Bockbachtal (oder so ähnlich).
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Nach dem der Gegenzug eingefahren ist (und der Kaffee ausgetrunken) ist Abfahrt. In der Abstellgruppe wird derweil die Resevelok überprüft und „angeheizt“ - Im Hintergrund übrigens ein Magirus LKW mit Feuerwehraufbau (leider fotounfreundlich abgestellt).
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Im Gegensatz zum Bild vom Viadukt auf dem die Bänke (noch) ziemlich leer aussehen war das Ganze gut besucht. Und es gab eine herliche Erbsensuppe mit Würstchen für die man doch manche Strapaze (wie 40 Minuten dumm in
Eisenberg rumstehen), im Nachhinein gerne in Kauf nimmt.
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Nach dieser Stärkung (leider ohne Bild) noch zwei „Schnappschüsse“ im Bahnhofsbereich, und dann ab auf die Strecke!
Der Bahnübergang wird vorschriftsmäsig gesichtert, dies gilt für Alle (ausgenommen Jogger). Der Zugführer wendet zusätzlich noch §44/8 an, was aber von Zeitgenossen mit Workman ignoriert wird!
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Doch - bevor es nun „auf die Strecke“ und keiner mehr Lust hat konzentriert zu lesen und nur die Bilder betrachtet (da hätte ich mir die Mühe auch sparen können) – in einigen Tagen geht’s weiter mit Teil 2
Salü Erhard