Danke! Das ist doch schonmal etwas Butter bei die Fische.
Wie Du schon angedeutet hast, so kann das Fahrgastpotential in den Landkreisgemeinden durchaus größer sein, als es die erste Karte aus dem Nahverkehrsplan vermuten läßt. Diese bildet nämlich nur den Ist-Zustand von 2001/02 ab, wieviele Fahrgäste das damals bestehende Angebot genutzt haben. Neben den bereits vorhandenen Fahrgästen braucht es aber noch eine Markterhebung über die potentiellen Fahrgäste bei Verbesserung des Angebots. Dazu gehören mindestens Einwohnerzahl, Arbeitsplätze, Lage und Größe von Schulen, Einkaufszentren und Umfang sowie Richtung der Pendlerströme im jeweiligen Korridor. Das wird in den Machbarkeitsstudien bestimmt untersucht, allein schon für die standardisierte Bewertung.
Spontan würde ich auch Neuhofen und der Pfingstweide zusprechen, daß ein Bahnanschluß sinnvoll sein könnte. Allein schon aufgrund der Einwohnerzahl, der zu erwartenden Reisezeiten und der deutlichen Orientierung der Pendler Richtung Ludwigshafen. Daß die Fahrgäste in der Pfingsweide einen weiteren Fußweg zur Haltestelle hätten, kann sogar funktionieren: je höher in der ÖPNV-Hierarchie das Verkehrsmittel und je schneller die Verbindung, desto weitere Laufwege werden in Kauf genommen. Für diejenigen, die nicht so gut zu Fuß (oder Rad) sind, kann man ja wieder einen bedarfsgesteuerten Kleinbus durch die Ortschaften kreisen lassen - für diesen Zweck können Rufbusse tatsächlich die Attraktivität des Gesamtsystems steigern.
Ob jetzt wirklich die Stadt LU ihre Liebe zur Straßenbahn entdeckt hat? Nach einem zusätzlichen Infokasten in der gedruckten "Rheinpfalz" war es eher eine Initiative der RNV, welche das Konzept im Stadtrat vorgestellt hat, unter "verhaltenem Applaus". Der Landrat hat schließlich angebissen, das Thema auf seine Agenda gesetzt und dann mit Stadt und RNV das Gespräch gesucht.
Viele Grüße,
Martin