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Fixe Idee - zum Plattensee (Teil 3/3), 31 Bilder (272 Klicks)

28. August 2021 23:57
Hallo zum dritten Teil meines Reiseberichts.
Link zu >>> Teil 1 <<< und >>> Teil 2 <<<

Auch Sonntag, der 8. August 2021 sollte mit einem guten Frühstück auf der Terrasse des Hotels beginnen:






Etwas nachteilig war, dass wir aus dem Hotel am Morgen schon auschecken mussten und nebst unseren Rucksäcken nun auch ein kleiner Rollkoffer unser ständiger Begleiter war. Hätte ich zuvor gewusst, wie sich das Wetter und die Fotogelegenheiten entwickeln, dann hätte mein Rucksack durchaus gereicht. Aber man kann nicht alles im Voraus wissen.

Wir starteten den Sonntag, wie wir den Samstag beendet hatten, mit M61 006 am Haltepunkt Balatonszepezd. Sie bespannte den IC 19797:






Regionalzug 19742, der am Vortag mit der M61 020 bespannt war, sollte am Sonntag mit einer M40 kommen. Und tat das auch, leider mit der "normalfarbigen" 408 224 (M40 224), einer von 14 überlebenden Loks der einst 74 Maschinen umfassenden Baureihe:






Wir fuhren mit bis Ábrahámhegy, wo sich ein bei Eisenbahnfans wohlbekannter Bahnübergang befindet. Nach der Ankunft machte ich mich sogleich in diese Richtung auf den Weg. Zunächst kam der am Vortag dampfbespannte Ex 1972, aber Dampf war für den Sonntag nicht geplant. Dank der unklimatisierten Wagen konnte auf einen Generatorwagen oder eine zweite Lok verzichtet werden, und die M62 127 machte eine gute Figur vor den hübschen Wagen:






Die Fotostelle war eher "schwach" besucht; ich befand mich zunächst nur in Gesellschaft von drei Österreichern. Kurz vor dem nächsten Zug tauchten drei junge Einheimische auf, die uns fragten, ob wir etwas dagegen hätten, wenn sie ein altes Auto passend ins Bild stellen würden. Wir hatten natürlich nichts dagegen, und so konnte das Bild des Regionalzugs 19735, wiederum bestehend aus dem Bzmot 117 343, entsprechend bereichert werden:






Der folgende IC 19702 war als "M62 + M41 classic" geplant. Die M62 war nicht so sehr klassisch, es handelte sich um die modernisierte 628 314, die zur Energieversorgung des Zuges die vom Vortag bekannte "klassische" 418 148 mitführte. Im Hintergrund befindet sich ein Bahnübergang mit Zugang zum örtlichen Strandbad...






Derselbe Zug, einige Meter weiter:





In der Gegenrichtung stand der IC 19705 auf dem Plan, welcher, ganz nach Programm, mit der Retro-lackierten M41 2103 bespannt war:






Ich hatte nun die Idee, der M40 ein wenig entgegenzufahren, um sie einerseits mit dem langen Vorbau voraus aufnehmen zu können und sie andererseits etwas besser ins Licht zu kriegen. Dazu benutzten wir den Regionalzug 19734, der aus den schon bekannten grünen Wagen, bespannt mit M62 194, bestand.

Ich wollte am Haltepunkt Badacsonylábdihegy aussteigen, hatte aber völlig übersehen, dass gerade dieser Halt von unserem Zug ausgelassen wurde. Und im Kreuzungsbahnhof Badacsonytördemic-Szigliget war der Gegenzug bereits abgefahren, noch ehe ich richtig ausgestiegen war...

Hier wartete aber ein besonderes "Schmankerl" auf uns, nämlich ein Desirio der MÁV. Unverkennbar hat man die Fahrzeuge gegenüber den Desirien der DB nur geringfügig verändert. Was war nun das Besondere an diesem Triebwagen? Bei genauerem Hinsehen...






...konnte man erkennen, dass an einem Drehgestell des 426 025 die Magnetschienenbremsen ausgebaut waren und man den Rädern Achsbruchloren untergeschoben hatte.






Dies war der einzige Desiro, der uns in diesem Jahr hier untergekommen ist - 2020 gab es noch Durchläufer als IC nach Budapest, die zwei- oder dreiteilig gefahren wurden - ich hatte sie damals auf dem Zugradar von zuhause aus beobachtet - keine schöne Vorstellung, über Stunden im Desiro von Budapest zum Balaton zu reisen...

Es war an der Zeit, wieder Richtung Nordosten aufzubrechen, 628 314 und 418 148 kamen mit dem IC 19795 "Kék Hullám" aus Tapolca zurück:





Wir nahmen in einem der Abteile Platz und überlegten, wo wir als Nächstes aussteigen würden...





... denn einerseits war noch ein Mittagessen fällig, andererseits wollte ich unbedingt nochmal die M40 aufnehmen. Wir entschieden uns für Fövenyes, wo das Mobiltelefon eine Pizzeria in der Nähe des Haltepunktes anzeigte. Dummerweise lag die Gastronomie innerhalb des abgegrenzten Bereichs des dortigen Strandbades, aber die 1,60€ Eintritt pro Person konnten wir durchaus noch verkraften.

Es gab griechischen Salat und Lángos (@Michael B., das meinte ich) :






Während des Essens beobachtete ich gelegentlich das Zugradar und wurde völlig von der allerersten Taigatrommel M62 001 überrascht, die mit IC 19794 hinter den Gebäuden unsichtbar und unfotografierbar, aber bestens hörbar, an uns vorbeidonnerte. Die Lok war schon für den Samstag angekündigt gewesen, aber nie aufgetaucht. Offenbar hatte man sie bis zum Sonntagnachmittag betriebsfähig gemacht, und nun fuhr sie für uns in der völlig falschen Richtung davon. Nun ja, man kann nicht alles haben, und auch das ist ein guter Grund, einmal wiederzukommen.





Nach dem Essen kehrten wir zurück zum Haltepunkt Fövenyes, dessen origineller Fahrgastunterstand aus braunen, gewölbten und glasierten Ziegeln zusammengebaut ist. Die M62 194 kam als Zug 19733 mit "ihrer" grünen Garnitur:






Nummernschild...






Speisewagen "Matthias":






Der Zug führte am Schluss eine zweiteilige Bzmot-Garnitur mit dem Triebwagen 117 272 mit:






Und da kam sie nochmal, die Lok, die mir am Morgen durch die Lappen gegangen war, M40 224 mit Zug 19736:






...Abfahrt...






...und ein letzter Nachschuss:






Ihr folgte in kurzem zeitlichen Abstand 628 316 mit der Stromversorgungslok 418 148. Im Fahrplan gab's den nicht, es handelte sich offenbar um einen Sonderzug...






...der am Schluss diese hübsch gestrichenen Wagen aus Schweizer Produktion mitführte:






Die Sonne hatte sich mittlerweile hinter die Wolken zurückgezogen, und so war es auch nicht schlimm, dass wir schon mit der nächsten "Blauen Welle" in Richtung Budapest zurückfahren mussten. Als letzten Höhepunkt des Tages durften wir die Bespannung des IC 19703 aus M61 020 und M61 006 mit Generatorwagen genießen:






Beim Umspannen auf Ellok in Balatonfüred hatte ich ein paar Minuten Zeit, um noch einige Schnappschüsse zu machen. Noch einmal die beiden Nohab-Nasen...






...und schon im Hintergrund war die M40 219 in ihrer historischen, grün/beigen Lackierung zu erkennen. Sie war für Samstag und Sonntag für das Zugpaar Ex 16907 / Ex 16906 nach Zánka eingeplant gewesen und ist nach dem samstäglichen Ausfall auch nur am Sonntag zum Einsatz gekommen. Hier befand sie sich in Gesellschaft der M62 314 und der V43 1124:






Während des ganzen Wochenendes wurde mir im Zugradar die Ur-V43 1001 in Balatonfüred angezeigt. Man hatte sie offenbar als Fotoobjekt hier abgestellt, sie war weder samstags noch sonntags mit Zügen unterwegs. Die in den Ursprungslack zurücklackierte Maschine gehörte zu sieben Loks, die noch bei Krupp in Essen gebaut wurden, die übrigen 372 Loks der Baureihe entstanden bei Ganz-Mávag in Ungarn. Die Front sowie die Lüftergitter weisen deutliche Ähnlichleiten zu den deutschen Einheitselloks auf, dei eingebaute Technik unterscheidet sich jedoch erheblich:






Wir blieben im Zug bis Kelenföld und fuhren mit der Metro M4 weiter zum Startbahnhof unseres Nachtzuges, dem Ostbahnhof (Keleti pu.)
Hier entstanden die letzten Bilder des Abends, zunächst vom Trolleybus:






Auch hier war historisches Wagenmaterial abgestellt:






Zwei Varianten der Baureihe V43 - die 431 183, abgesehen von den Einholmstromabnehmern weitgehend im Originalzustand, und 432 243, ein "Papagáj", umgebaut für den Wendezugbetrieb mit ungarischen Steuerwagen. Dritte Variante, aber hier nicht im Bild, wäre die Baureihe 433, die für den Wendezugbetrieb mit ursprünglich deutschen "Halberstadter" Steuerwagen ungebaut wurde:






Unser Nachtzug EN 462 "Kálmán Imre" wurde mit 460 032 bereitgestellt. Von der ursprünglich 60 Loks umfassenden Baureihe, die zwischen 1983 und 1992 gebaut wurden, sind nur noch gut ein Drittel einsatzbereit:






Es dauerte recht lange, bis der ÖBB-Taurus angekuppelt wurde, der uns nach salzburg bringen sollte. Wir bezogen unterdessen unser Vierer-Liegeabteil, dieses Mal hatte uns das Buchungssystem nach oben gelegt.

Ab Budapest war noch ein Mitfahrer dabei, der aus der Region Stuttgart stammte, aber in Ungarn lebt und einen Heimatbesuch machen wollte. Auch mit ihm gab's wieder ganz interessante Gespräche. Die vierte Liege wurde des Nachts in Wien von einer jungen Frau mit kleinem Kind belegt, die eher wenig kommunikativ war.

Der Rangieraufenthalt des Zuges in Salzburg ist von 2:10 Uhr bis 4:27 Uhr schon sehr großzügig bemessen, dennoch kamen wir erst mit satten 100 Minuten Verspätung aus Österreich weg - offenbar hatte war einer der Zugteile, mit dem hier ´Kurswagen getauscht wurden, im Zulauf sehr verspätet. Aber nichts, was sich in Freilassing mit einer Kontrolle durch die bayerische Grenzpolizei nicht noch auf fast zwei Stunden steigern ließe.

Ankunft in München mit plus 115 Minuten.

In Ungarn gibt's die Maskenpflicht nur noch in Krankenhäusern und Altenheimen. In Deutschland war die Maske wieder selbstverständlich. Aber in Bayern war für das Abholen einer Verspätungsbestätigung am ServicePoint meine OP-Maske als nicht genug. Beim Anstehen in der Warteschlange wurde ich darauf hingewiesen, dass man in Bayern zum Abholen von Verspätungsbestätigungen unbedingt FFP2-Masken braucht. Also schnell die Maske gewechselt weil der Söder es so will, Bestätigung abgeholt und eingestiegen in den schon wartenden ICE 690 Richtung Mannheim, wiederum mit einem Först-Klass-Upgrade. Hier reichte dann auch wieder die OP-Maske.

Im Speisewagen wurde wegen der Covid-Pandemie nichts serviert. Man konnte sich aber das Frühstück am Bistro-Schalter abholen, bekam es dann zum Mitnehmen in Bechern und Papierverpackung, und durfte sich dann aber im Speisewagen an den Tisch setzen und dort frühstücken. Das zeigte uns deutlich - wir waren wieder in Deutschland, alles war klar und eindeutig geregelt.






Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir in Mannheim an und konnten anschließend noch unseren Jobs nachgehen.

Eine herzlichen Dank auch an die ungarische Eisenbahn, die es schafft, einen solchen historischen Fuhrpark betriebsfähig zu halten und die die Retro-Wochenenden kostenlos und mit viel Engagement veranstaltet. Demnächst kommen wir mal wieder, dann aber vielleicht so "richtig" mit Urlaub und einige Tage länger.

Ein erlebnisreiches Wochenende war zu Ende gegangen.
Ich hoffe, es hat Spaß gemacht, virtuell mitzureisen.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger a.k.a. Lokleitung




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.08.21 00:09.
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Lokleitung 28. August 2021 23:57

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Erbsenzähler89 29. August 2021 15:21

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Heidelberger Straßenbahner 29. August 2021 20:49

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Thomas Dittrich 30. August 2021 09:39

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Frieder Schwarz 30. August 2021 12:33

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