2012 waren noch zahlreiche Busse und Bahnen mit alten (meist gelbgrünen) Anzeigen in „Flipdot“-Technik unterwegs. Wie der Name schon sagt, waren das kleine punktförmige Metallplättchen, die von einem Elektromagneten jeweils auf die ihre schwarze oder gelbe Seite gedreht wurden. Jedes Flipdot hatte zwar auch eine kleine LED, die aber nur bei Dunkelheit sichtbar wurde. Diese LED wurden in der Regel auch nicht getaktet angezeigt, weil sie weit weniger Wärme entwickelten als die späteren Hochleistungs-LEDs.
Erst so um 2005 herum kamen die ersten reinen LED-Anzeigen auf den Markt. Durch den Fortschritt in der LED-Technik mit den heute üblichen ultrahellen LEDs, deren Licht man auch an hellen Tagen erkennen kann. Zunächst in orange und dann auch in weiß.
Die erste Serie RNV6/RNV8 wurde auch noch mit Flipdots geliefert (2215-2222, 3263-3280, 4123-4132 und 5701-5710)
Zur Ansteuerung der LEDs reicht es, diese nur für den Bruchteil einer Sekunde nacheinander auszuleuchten. Damit erzeugen die Anzeigen weniger Wärme, als wenn man sie dauerhaft leuchten ließe und ihre Lebensdauer erhöht sich, auch die vorgeschaltete Elektronik ist einfacher. Das menschliche Auge nimmt das Flackern der LEDs nicht wahr und sieht die Anzeigen als Dauerlicht.
Beim fotografieren wird das Bild ja nur im Bruchteil einer Sekunde aufgenommen. Die Kamera „sieht“ dann eben nur das, was gerade ausgeleuchtet ist. Oft sind das nur einzelne Zeilen oder Spalten der Anzeige. Mit langen Belichtungszeiten kann man das Problem umgehen. Für die meisten Anzeigertypen reicht eine Aufnahmezeit so ab etwa 1/100 Sekunde, besser 1/60 Sekunde.
Womit wir bei dem Problem „fahrende Züge/Busse“ wären. Sobald sich das Motiv bewegt, sollte die Verschlusszeit deutlich kürzer sein, weil das Motiv sonst unscharf abgebildet wird. Mit 1/500 oder 1/1000 Sekunde Verschlusszeit kriegst Du die Multiplex-LED-Anzeigen nicht vollständig sichtbar abgebildet. Bestenfalls erwischt man gerade den Moment, in dem die gesamte Anzeige dunkel ist. Aber das sieht man ja erst auf dem fertigen Foto.
Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger a.k.a. Lokleitung
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.25 15:57.