Dritter Tag – Rückreise – und spätestens hier wird der Titel zum Programm

.
→ doch der Reihe nach:
die letzte (Strab-)Strecke, die wir in
Köpenick (noch) nicht befahren hatten, war die zum
Alten Wasserwerk in
Friedrichshagen. Da unser Plan war, mit der
Straßenbahn zum
Hauptbahnhof zu fahren und wir den ersten Teil mit eben dieser Linie fahren sollten, ging es sozusagen erst einmal in die Gegenrichtung an die besagte Endhaltestelle.
Na – wenn ich so darüber nachdenke, an der Endstelle der
Linie 63 am
Köpenicker Krankenhaus waren wir auch nicht → aber man brauch ja auch was
„für das nächste mal“.
Und – auch, wenn es auf dem Bild so aussieht, dass die Endschleife mitten im Grünen liegt, so befindet sie sich doch (fast) mitten „in der Stadt“, die hier jedoch absolut dörflich wirkt.
Kaum zu glauben, wenn man
Berlin hört.
Eigentlich schöne Fahrzeuge, diese
MAN-Bahnen, auch, wenn die Hüllkurve etwas ungewöhnlich ist

.
Nach etwas kreuz und quer stiegen wir am
S-Bahnhof Schöneweide in die nächste Tram – und dies war dann (endlich) ein
Flexity Berlin. Gut – bei der
Strausberger Eisenbahn GmbH (STE) vor zwei Tagen sind wir bereits mit diesem Tram-Typ – ziemlich laut und unruhig – gefahren.
Da dachte ich noch „typisch
Multigelenker“ …................ aber diese Bahn (und auch die danach) fuhren absolut ruhig und angenehm.
Liegt dann doch wohl (ein bisschen) am Gleiszustand und der Wagenwartung (persönliche Meinung).
An der Haltestelle
Straßmannstraße stiegen wir dann in die letzte Linie, die uns zum (heutigen)
Hauptbahnhof brachte. Verglichen mit einem, mir persönlich bekannten, Betrieb wären wir in dieser Zeit bereits tief in einen angrenzenden Bundesland, dass über einen
Fluss Strom wohl bald nicht mehr erreicht werden kann → zumindest Strab/Brücken-mäßig

(was man so hört).
Und dass der Titel meiner Erlebnisschilderung auch richtig „rüberkommt“ ein Bild, dass ohne die tatkräftige Unterstützung eines meiner Mitreisenden so nicht entstanden wäre (oder ich hätte ggf. meine „Bagage“ etliche Stock tiefer von den Gleisen holen müssen.
Nein – ist natürlich nicht der Zug, mit dem wir gefahren sind. Ist immer schwierig in so einem Bahnhof einen einfahrenden
ICE bildlich festzuhalten – oder man akzeptiert, dass eben wenig Zug + viele Reisende (von hinten) zu sehen sind, die schauen, wo der Zug bleibt.
Aber – es war ein baugleicher

(zumindest hatte er die gleiche Farbe

).
Und eine Weile – genauer gesagt in
Fulda – begann eben die im Titel erwähnte Katastrophe:
Waren wir bis hierher noch ziemlich „im Plan“ ertönte durch die Bordlautsprecher die (äußerst angenehme) Stimme der Zugchefin, dass der vor uns liegende Streckenabschnitt gesperrt sei ................ und, wenn (obwohl es definitiv eine Frau war) Mann wisse, wie es weitergehe, würden wir als erste informiert. Na, ich glaube in der Reihenfolge der Informationsdurchsagen rangiert der Fahrgast doch etwas weiter hinten in der Reihenfolge.
In so einer Situation ist ist immer gut, wenn man sich den Weg zum jederzeit (un-möglichen) Schienenersatzverkehr einprägt. Wenn – im Fall der Fälle – die Durchsage ertönt, dass es irgendwer geschafft habe, für rund 800 Reisende 2 Reisebusse aufzutreiben, entsteht dadurch ein unschlagbarer Vorteil

.
Auf meinem Weg zum Bordbistro (Kaffee geht immer und entspannt) die nächste (niederschmetternde) Durchsage: „Aus organisatorischen Gründen schließt das Bordbistro für ca. 45 Minuten“ → meiner Meinung nach
unmöglich in so einer Extremsituation

.
Nach einer gefühlten Ewigkeit fuhr der Zug mit immer noch geschlossener Bordgastronomie und reduzierter Geschwindigkeit (so die Ansage) auf einer Ausweichstraße weiter. Warum eigentlich langsamer als die Streckengeschwindigkeit braucht man den Reisenden wohl nicht mitzuteilen.
Vorteil:
Landschaftlicher war die Fahrt durch's
Maintal natürlich schöner, als über irgendeine Schnellfahrstrecke.
In Frankfurt dann der nächste Tiefschlag → das Bordbistro öffnet überhaupt nicht mehr, da das Personal in den Gegenzug umgestiegen wäre (warum zum Teufel bekommen die Kaffee und ich muss darauf verzichten

.
Für einen Pappbecher lauwarmen schwarzen Heißgetränk wäre ist – zwischenzeitlich – bereit gewesen, sogar einen überteuerten Preis zu bezahlen.
Und so endete unsere Reise rund zwei Stunden später als geplant. Und statt eines (meines Erachtens hässlichen) Bahnhofes zeigt mein letzter Schnappschuss ein Blick aus dem Fenster beim überqueren des
Neckars.
Und obwohl es eine Industrielandschaft zeigt, finde ich es ziemlich stimmig.
Salü Erhard
P.S.: Falls es interessiert: Bei Verspätungen/Zugausfällen, die durch Selbstmördern generiert werden, braucht die
DB den Reisepreis nicht (mehr) erstatten. Ob es wirklich einer war, entzieht sich meiner Kenntnis (nachprüfen kann ich es eh' n nicht).
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.11.25 19:16.