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Re: Strecke nach Sandhofen (Teil 3) (116 Klicks)

09. Oktober 2019 09:57
Das war ganz einfach:
Ludwigshafen musste das machen, was Mannheim vorgegeben hat. Zumindest für die rheinüberschreitenden Linien. (Natürlich gab es Absprachen, aber MA war da federführend). Auch bei Linienänderungen oder den "großen" Linienumstellungen 1985 und 1995 hatte der "große Bruder" das Sagen.

Und man hat auch drauf geachtet, dass die Laufkilometer in der jeweils anderen Stadt ungefähr ausgeglichen waren. Wenn dann mal wieder eine Rheinseite "Kilometerüberschuss" hatte, wurde zum nächsten Fahrplan eben ein Umlauf von LU nach MA verschoben oder umgekehrt.

Zur Zeit der 30er- und 40er-Linien war es beispielsweise so, dass LU den Hauptauslauf auf der 34 Oggersheim - Käfertal stellte, wegen der nur in LU vorhandenen Achtachser. Lediglich jeweils ein Mannheimer aus dem Luzenberg und einer aus der Möhlstraße liefen tagsüber auf der 34 mit. Dafür liefen auf der 37 Rheingönheim - Vogelstang damals tagsüber nur Mannheimer, denn die 37 wechselte in Vogelstang auf die 47, und es konnte ja nicht angehen, dass eine rein Mannheimer Linie von Ludwigshafenern bedient wurde. (Mal ganz abgesehen davon, dass MA keine rein Ludwigshafener Liniennummern auf seinen Zielfilmen hatte und umgekehrt).
Im Spätverkehr, wenn die 37 eingestellt war, gab es dann einige wenige Ludwigshafener auf der 37.

Und in der Vor-Verkehrsverbund-Zeit hatte jeder Fahrer von MVG und VBL ein Fahrscheinmäppchen mit vier Blocks - Erwachsene MA mit durchgehend rotem Seitenstreifen, Kinder MA mit durchgehend gelbem Seitenstreifen, Erwachsene LU mit gestrichelt rotem Seitenstreifen und Kinder LU mit gestrichelt gelbem Seitenstreifen. Und auf der Rheinbrücke wurden die Fahrscheine der jeweiligen Stadt nach oben gelegt, in LU verkauften also auch die Mannheimer Fahrer LU-Fahrscheine und in MA verkauften auch die Ludwigshafener MA-Fahrscheine (obwohl es einen Mannheimer gab, der gerne mal den Ludwigshafern etwas Gutes tun wollte und ab und zu das umdrehen der Fahrscheinmappe "vergaß", aber das ist eine andere Geschichte).

Die Vorverkaufskarten aus den Kurbelautomaten und Vorverkaufsblocks waren am Rand blau und ebenfalls gestrichelt für LU und durchgehend für MA. Und die OEG verkaufte auch "städtische" Fahrscheine, ganz ohne Randstreifen, und behielt das eingenommene Geld für sich, als Ausgleich für die Anerkennung der Stadtfahrscheine der MVG und VBL.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger a.k.a. Lokleitung
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Fabegdose a.k.a. Dr. Düwag 08. Oktober 2019 21:56

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Lokleitung 09. Oktober 2019 09:57

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